PATTI Armanini * Kunst & Interessen

Hier einige meiner Gedichte, weiters von Werner Menapace und von Ernst Jandl

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(c) PATTI

TENEREZZA

zutraulich
deine hand
in meiner

friedlich
dein schlaf
kleiner engel

inbrünstig
deine umarmung
guten morgen :-)

 

RHYTHMUS

rhythmus!
allgegenwärtig

meereswellen
nehmen und geben
harmonie

rhythmus!
geheimnis

offenbarung
schwingung
leben

entwicklung
entfaltung
euphorie

kosmos.

rhythmus!


...bleibst du stehen, kann es zu spät sein...

 

DU

du sprichst vom feinstofflichen in mir
und ich von meiner liebe zu dir

du sprichst vom bedürfnis nach freiheit
und ich denke nur an einheit

du sagst nein und läßt die hintertüre offen
und ich darf wieder nur hoffen!

 

EHRLICHE LIEBE

mammi
ich liebe dich!
sagt er so oft
umarmt mich fest
mein kleiner sohn

fühlt sich geborgen
und geliebt
nichts schöneres
auf dieser welt es gibt!

 

DAS KIND UND DAS MEER

sein blick verliert sich im weiten horizont
aufmerksam
tief beeindruckt steht es da,
geheimnisvolle front.

'gen himmel gereckt sind die ärmchen
gespreizt sind finger und beinchen
umwerfendes freiheitsgefühl.

du gehörst zu mir, wie ich zu dir...

die welle rollt, das kind mit ihr
freudestrahlend sein gesichtchen.

und so verharrt es still
in der brandung
lässt sich wiegen,
vertraute umarmung

die finger vergraben
im schäumenden sand
ewiges band
das meer
und das kind

 

HAUT

lieblicher tau im morgengrauen
alles umarmender sonnenstrahl
einlass hast du mir gewährt
in deine welt

zu groß, zu rein
ist der lauf deiner bergquelle
vor dem meine sehnsucht
perle
auf deiner meiner haut zu sein,
banal wirkt
in den augen des auserlesenen

 

VIRTUELLE REELLE BEGEGNUNG

an diesem regentag
bist du der tropfen
der mich einhüllt
mein innerstes schwingt
cocoon

fern, ein vertrautes enigma
und schon drinnen in mir
eine virtuelle bekanntschaft
die mich total aufgewühlt

wir haben gelitten, wir haben erlebt
bewusst alles aufgenommen
was kommt und geht

lebendige menschen
einander gespürt
und doch so entfernt
und verschlossen...


déjà-vu

dein sinnlicher mund
lässt mich erschauern
neues leben erwacht
und
zwischen den augenbrauen
dieselben zwei risse
wie auf meiner stirn

neugierde und bangen
wie wird das erste treffen sein?
und falls?

die große liebe?
nur illusion?

 

Andere Gedichte

Werner MENAPACE (Bruder v. Klaus)

 

Die Zeit ist ein See

ohne Ufer. Die Welle

Kommt nicht mehr zurück.

Der Mensch: das Maß der

Dinge. Längst schon haben wir

das Maß verloren.

Langsamer leben.

Wieder zu sich selbst finden.

Langsam erleben.

Im Kleinen liegt die

wahre Größe. Das Große

macht dich winzig klein.

 

Ernst JANDL

ich liege bei dir, deine arme

halten mich, deine arme

halten mehr als ich bin.

deine arme halten, was ich bin

wenn ich bei dir liege und

deine arme mich halten.

jetzt sind sie quitt

und gehen auseinander

hass im herzen

oder

jetzt sind sie quitt

einer liegt einer geht fort

furcht im herzen

oder

jetzt sind sie quitt

einer liegt

wie der andre

nichts im herzen.

jetzt sind sie quitt